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Paketversand heute: Amazon – Hermes

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Motivation

Da in den letzten Jahren der Internethandel stetig zugenommen hat, haben auch die Paketlieferdienste an Bedeutung gewonnen. Da der Markt heiß umkämpft ist und die Arbeiter in dieser Branche offensichtlich ohne Skrupel ausgebeutet werden, halte ich es für sinnvoll ab und an einen Blick auf diesen Markt zu werfen und persönliche Erfahrungen und Begebenheiten auch anderen Menschen mitzuteilen.

Worum geht es?

Ich habe bei Amazon ein Tablet gekauft und es etwa einen Monat genutzt. Dabei gab es Tage an denen es einfach nicht mehr anging obgleich es die ganze Nacht am Ladegerät gehangen hat. Letztlich bat ich Amazon um einen Umtausch des Ladegerätes, da ich den Defekt dort vermutete – Amazon war aber so freundlich und bot mir gleich den kompletten Umtausch an. Die Dame an der Hotline sprach zwar akzentuiertes Deutsch schien mich aber sehr gut zu verstehen und schickte mir eine eMail mit dem Link zum Selbstausdrucken der Retoure Scheine. Beim Ausdruck bemerkte ich auf dem Schein das Logo von Hermes.

Bisherige Erfahrungen mit Lieferdiensten

Ich bestelle schon seit vielen Jahren bei Amazon und werde von verschiedensten Paketlieferdiensten beliefert. Da mein Name Schubert ist und der Name unserer Nachbarn Schobert waren die ersten Komplikationen vorprogrammiert und zwar bei allen Lieferdiensten. Nachdem ich dann aber genügend Beschwerden je Lieferdienst eingereicht und auf den Umstand des ähnlichen Names explizit hingewiesen habe nahm die Anzahl der Probleme ab. 

Bisherige Erfahrungen mit Hermes

Mit Hermes gab es nur am Anfang Probleme. Die Pakete wurden immer beim Nachbarn abgegeben – der war dann nicht da als ich das Paket holen wollte oder aber das Paket stand einfach im Treppenhaus. Hier muss ich erwähnen, dass meine Frau Invalidenrentnerin ist und den ganzen Tag zuhause angetroffen werden kann. Es gibt also keinen Grund Pakete beim Nachbarn zu hinterlegen. Nach einigen Beschwerden wechselte der Zusteller. Nun beliefert uns ein älterer Herr beim dem offensichtlich noch Qualität vor Masse zählt und mit dem wir auch jetzt schon seit einigen Jahren sehr zu frieden sind.

Die Paketshops von Hermes

Wie beschrieben wollte ich mein Tablet nun zurücksenden und auf dem ausgedruckten Etikett prangte das Hermes Logo. Da ich noch nie ein Paket von einem Hermeshop abgeholt oder dort versendet hatte, wusste ich auch nicht wo sich ein solcher befindet. Meine Hoffnung war das Paket trotzdem in der nächstgelegenen Pakstation loszuwerden. Es war Samstag Nachmittag gegen 14:00 Uhr und für gewöhnlich haben in Nürnberg die kleineren Läden zu dieser Zeit schon zu. Daher wäre die Pakstation eine willkommene Lösung. Leider nahm diese das Paket nicht an da DHL und Hermes offensichtlich nicht kompatibel sind. 

Also zückte ich mein Handy und suchte den nächsten Shop – eine Änderungsschneiderei – ganz in der Nähe. Leider hatte diese schon geschlossen. Also wieder das Handy raus und die nächsten Shops ermittelt – diesmal aber gleich mit Öffnungszeit obgleich das bei 3G entsprechend lange dauert. Bei der Suche stellte ich fest, dass viele Shops gar nicht mehr existieren oder die Öffnungszeiten nicht stimmten. Kurz vor 18:00 Uhr stand ich dann in der Nürnberger Südstadt in einem Laden der ein Hermes Paketshop sein sollte aber keiner war. 

Der OMV Hermes Shop

Mein letzter Treffer auf google maps war eine OMV Tankstelle in der Nähe des Rathenauplatzes. Diese sollte auch als Hermes Paketshop fungieren und sogar bis 00:00 Uhr geöffnet haben. 

Es stand eine ganz schöne Schlange aber der Angestellte war freundlich und nett. Ich hielt mein Paket und fragte ob ich hier ein Hermes Paket aufgeben kann. Der Angestellte bejahte dies. Dann sagte ich: „Können sie das bitte so machen das ich eine Trackingnummer für das Paket bekomme, ich brauche unbedingt eine Trackingnummer dafür und ich weiß nicht ob das aktuelle Retouren Etikett auch mit Tracking ist.“ Ja wurde mir erwidert und ich gab das Paket hin. Der Angestellte zog kurz den Scanner drüber lies eine Quittung raus und gab mir diese. Ich fragte: „Ist da jetzt eine Trackingnummer dabei?“ Daraufhin fragte der Angestellte zurück: „Was für eine Trackingnummer?“ Ich: „Na so eine Nummer mit der ich zuhause ins Internet gehen kann und sehen kann wo sich das Paket befindet.“ Daraufhin bekam ich die Antwort: „Das ist eine Quittung da ist auch eine Quittungsnummer drauf, da können Sie auch im Internet schauen wie das Paket transportiert wird wenn ihnen das Spass macht.“

Spätestens jetzt war mir klar das der Angestellte gar nix verstanden hatte. Er dachte offensichtlich ich würde mir einen Spaß daraus machen im Web zu schauen ob die bei Hermes auch was tun. Das das Ganze versicherungstechnische Gründe hat und ich bei Verlust ungern selbst die 300€ zahlen möchte welche ich ja beim Kauf des Gerätes auch schon mal gezahlt habe, das scheint in dem Land aus dem der Angestellte kam wohl keine Rolle zu spielen. Eben die so oft gelobte südländische Lockerheit welche scheinbar nur ich in diesem Lande so hasse. 

Per Handy habe ich dann schon mal versucht die Nummer in der Sendungsverfolgung einzugeben aber auf Grund der schlechten WLAN Infrastruktur im Land (bedingt durch die Störerhaftung in Deutschland) gelang mir dies natürlich nicht per Handy. Zu Hause angekommen prüfte ich es über meinen DSL Anschluss und welch Wunder – ein Tracking war nicht möglich. Das Display zeigte nur „Es ist ein Fehler aufgetreten – bitte versuchen Sie es später…“ Da sich dies auch am nächsten Sonntag nicht änderte bleibt mir nur zu hoffen, dass das Paket ankommt. 

Einordnung in die politische Lage

Das Problem bei dem ganzen Sachverhalt sind offensichtlich Verständigungsschwierigkeiten zwischen Angestellten und Kunden die auf sprachlich- kulturelle Unterschiede zurück zuführen sind. Und da stelle ich mir inzwischen auch die Frage ob wir wirklich soviel Arbeiter aus dem Ausland ins Land holen müssen um die Dinge für die paar Deutschen die hier noch leben herzustellen oder ob wir nicht die ganzen Arbeiter aus dem Ausland brauchen um die Dinge für die bereits ins Land geholten Arbeiter und ihre Familien herzustellen. Ich finde es jedenfalls befremdlich wenn man im eigenen Land ein Fremder ist weil die Angestellten mit Kundenkontakt wie Verkäufer oder Zusteller einfach kein Deutsch mehr verstehen oder den Sachverhalt und die Bedeutung nicht blicken weil es diese Art Probleme in ihrem Kulturkreis überhaupt nicht gibt. Und wenn man dann offen behauptet als Deutscher von Ausländern im eigenen Land diskriminiert zu werden wird einem dann ein 0,x Promille Satz vorgerechnet und behauptet es gäbe kaum Ausländer im Land. Nur vergaß man dabei zu erwähnen das die meisten 2 Staatsbürgerschaften besitzen und damit dann auch als Deutsche zählen. Oder wie erklärt man sich die Situation das es kaum Ausländer in Deutschland gibt aber jede 2. Person auf der Strasse kein Deutsch spricht?

Ich habe in der DDR lange mit Vietnamesen zusammen gearbeitet und im gleichen Wohnheim gelebt und wir haben uns immer gut verstanden. Das lag vermutlich auch daran das diese sich stets wie Gäste gefühlt und auch wie Gäste benommen haben. Es war immer ein gutes Verhältnis. Eine Politik wie sie aktuell von der deutschen Regierung als „Willkommens Politik“ praktiziert wird, kann ich einfach nicht gut heißen, denn die ins Land geholten Leute betrachten sich nicht als Gäste sondern als Deutsche und wollen einfach alles so haben wie in ihrem Land nur mit dem sozialen Luxus der Deutschen. Mir als ursprünglichen Bürger diesen Landes entstehen dadurch immermehr Unanehmlichkeiten und von mir wird immer mehr Anpassung gefordert.

Das hätten wir uns 1990 alles ersparen können! Viele meiner Generation waren für den 3. Weg. Unsere Generation hat die Revolution begonnen und unsere Eltern haben einfach den Ausgang entschieden – Besatzung durch den Westen. Wir mussten uns an die westliche Kultur anpassen und nun auch noch an die Südländische –  Hauptsache den anderen Generationen geht es gut – Vielen Dank.