Immer der Ärger mit den Paketdiensten

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Motivation

Ärger mit Paketdiensten habe ich seit ich vor ca. 4 Jahren mit meiner Familie in die neue Wohnung gezogen bin. Im Prinzip bin ich ja auch selbst Schuld, was zieh ich auch in eine Wohnung bei der die Nachbarin einen Namen besitzt der sich nur in 2 Buchstaben von meinem unterscheidet, die Nachbarin fast immer da ist aber leider schwerhörig und daher fast nie öffnet. Ok meine Frau ist nicht berufstätig und daher den ganzen Tag zu Hause insbesondere wenn ein Paket angekündigt wurde aber gut wir sind ja auch die mit dem Namen wie er auf dem Adressaufkleber der Pakete und Päckchen angegeben ist – für Zusteller also nicht immer primär der Empfänger 😉
Doch seit einiger Zeit gibt es das Portal paket-aerger.de zu erreichen unter http://www.verbraucherzentrale.de/paket-aerger und seit dem bin ich auch dort Stammkunde. Motivation genug für mich mal darüber zu berichten. Wer vorab mal einen Überblick bekommen möchte ob dort überhaupt Beschwerden eingehen der sollte mal diesen URL der Beschwerde Pinnwand (https://www.verbraucherzentrale.de/beschwerde-pinnwand-paket-aerger)aufrufen und sich alle Veröffentlichungen anschauen. Obacht es könnte ein längerer Urlaub dafür nötig werden 🙂

Der aktuelle Fall

Achja eigentlich langweilt es mich ja schon selber und ich kann mich gar nicht mehr wirklich aufregen so oft wie das schon passiert ist haben wir uns einfach dran gewöhnt. Heute kam die Deutsche Post vorbei, der Zusteller aus der Briefzustellerriege und hat ein Paket oder Päckchen für meinen Sohn unter der Nummer LB00872169 geliefert. Meine Frau hat lächelnd angenommen. Man kennt sich inzwischen der Briefzusteller ist immer nett und hat uns in der Vergangenheit auch aufgeklärt, dass dort in Herrenhütte wo die vielen DHL Autos stehen gar nicht die Paketverteilung beherbergt ist sondern die Briefzustellung. Gut mit der Briefzustellung hatte ich nie Probleme und daher bin ich beruhigt, dass ich die davor rauchenden Zusteller nach Abholung meiner Pakete aus der Filiale noch nie angepöpelt habe obgleich ich immer dachte dies wären die Paketzusteller. 
Egal, wichtig das Postpaket ist angekommen und wurde angenommen. Im Gegensatz dazu wurde das GLS Paket mit der Nummer 3JPNLG gar nicht erst versucht zu zustellen. Ok, ich kann mir denken woran es liegt. Diesmal war es bestimmt nicht unser Name sondern eher der Inhalt. Wir wohnen in der 3. Etage und haben bei Amazon einen Teppich bestellt. Vermutlich hatte der Zulieferer keine Lust diesen 3 Etagen nach oben zu tragen obgleich wir einen Fahrstuhl besitzen. Dafür soll ich ihn jetzt mangels Auto zu Fuß aus der nächsten Filiale holen. Vielen Dank dafür! Es wird nix bringen aber ich setze schon mal wieder das nächste Schreiben und die Geldforderung für die erneute Zustellung auf, denn ich werde mich nicht abschleppen mit dem Ding. Schließlich habe ich den Transport bezahlt und war zu Hause.

Doch wie gesagt wir haben darin schon Übung – ändern wird sich vermutlich trotzdem nix aber man muss es wenigstens versuchen sich zu wehren. Sonst heißt es noch, dass hat den Kunden doch gar nicht gestört. Also übliches Vorgehen: Als erstes ein Eintrag auf paket-aerger.de mit Veröffentlichung und dann eine Beschwerde an den Zustelldienst mit Aufforderung zur erneuten Lieferung und Information des Absenders über Amazon über den Sachverhalt. Dann abwarten bis das Paket aus der Filiale an den Absender zurückgeschickt wird. Den Absender um eine erneute Lieferung mit Rechnung für die entstehenden Kosten und eine Bankverbindung zum Begleichen bitten und warten bis es erneut zugestellt wird. Dann Rechnung begleichen und Rückforderung der Kosten an den Paketdienst als Mahnung senden. Klar mach ich das nur mit Dingen die nicht dringend sind, sonst wäre ich vermutlich auch schon pleite, aber wie gesagt man muß sich wehren sonst wird sich nix ändern. Die Hoffnung bleibt, wenn auch nur eine kleine.

Natürlich könnte ich alles viel leichter haben, zumindest mit leichten, einfachen Paketen. Diese könnte ich mir einfach in die nahegelegene Pakstation liefern lassen und abholen wann ich möchte. Dies habe ich auch lange Zeit getan. In seltenen Fällen wurde die Lieferung in die nächste Filiale umgeleitet weil die Pakstation voll war aber in der Regel hat es gut funktioniert.
Dann kam DHL leider auf die Idee eine neue Authentifizierung einzuführen. Die Pin für die Abholung wird ans Handy geschickt. Das dieses Verfahren prinzipiell total unsicher ist sollte klar sein – zumindest mir als Programmierer ist das klar. Auch gibt es Vorträge wie diesen über ähnliche Verfahren bei Banken und wie man diese austrickst.

Welche Möglichkeiten es allgemein gibt kann man hier nachlesen: https://www1.cs.fau.de/filepool/projects/apptan/Unsicherheit-AppTAN.pdf

Jedenfalls habe ich damals DHL darüber informiert, dass ich dieses Verfahren für deutlich unsicherer halte als das bis dato genutzte User/Password Verfahren und ich daher die Packstation zukünftig nicht mehr nutzen werde. Nun wie zu erwarten war, hinterlässt solch eine Information keine weitere Wirkung bei derartigen Unternehmen. Nunja seitdem ärgere ich mich mit den Zustelldiensten rum aber zumindest kann ich behaupten, dass noch kein Paket zu meinen Lasten verloren gegangen ist.

Also ja, es sind bereits Pakete verloren gegangen von unversicherten Amazon Lieferungen – also in Postdeutsch vermutlich dann Päckchen aber die Kosten für die erneute Lieferung hat bislang immer der Absender getragen obwohl der Zusteller die Schuld trägt. Da tuen mir die kleinen Firmen auf dem Amazon Marketplace wirklich leid. Von Amazon bekommen sie als Lieferkosten nur das untere Limit (also unversicherte Päckchen bezahlt) und wenn sie die Versicherung selbst zahlen würden, wäre die Gewinnmarge negativ.

Doch ich denke bald wird alles anders, denn paket-aerger.de ist eine Plattform der Verbrauchenzentralen. Wenn man dort auf der Pinnwand die Beiträge verfolgt bekommt man den Eindruck es könnte nur noch Stunden dauern bis das Volk geschlossen zu den Paketdienstleistern marschiert und diese wie 89 die Stasi Zentralen auseinander nimmt. Viel Glück dem, der an diesem Tag dort Dienst hat.

Und weil ich das ganze Thema inzwischen derart belustigend finde habe ich auch schon einen Favoriten auf paket-aerger.de gekürt und möchte diesen hier kurz vorstellen. Es handelt sich um diesen Artikel: https://www.verbraucherzentrale.de/SES69778988/beschwerde-pinnwand-paket-aerger?fall=iUDe0ayPMPpvrvte&LIMITSTART=70

Für die Zeiten in denen der Link vom Internet vergessen sein wird hier der Wortlaut:

Paket

Kein Zustellungsversuch – nur Zettel in den Briefkasten

Meine Frau war zuhause als das Paket kam. Das Fahrzeug hielt vor unserer Haustür an (es war ein PKW), eine Frau stieg aus mit einem Zettel in der Hand und warf diesen in den Briefkasten ohne zu Klingeln! Später stellten wir fest das es sich um die Zustellung des erwarteten Paketes handelte. Auf dem Zustellungschein stand, Zustellungsversuch 14:00 nicht möglich, es war aber schon 14:30 als der Zettel in den Briefkasten gesteckt wurde.

Ist Ihnen das auch passiert?

Stellungnahme des Paketdienstleisters

Die DPD iloxx eService GmbH schreibt:

Dass trotz Ihrer Anwesenheit die Zustellung vor Ort nicht erfolgreich war tut uns sehr leid. Damit wir den Fall nachvollziehen können, würden wir Sie bitten, dass Sie uns direkt über Facebook oder Twitter mit Angabe der Paketnummer kontaktieren. Wir werden den Sachverhalt dann gerne dem Depot vorlegen, damit dies geprüft wird.

Viele Grüße, Ihr DPD Team

Zwar ist schon der Vorgang der Lieferung interessant aber noch interessanter finde ich ja die Aussage den Dienstleister über Facebook oder twitter zu kontaktieren. Klar das sind ja total sichere Plattformen, warum also nicht! Wenn ich mich dort Obama nenne dann ist doch klar das das Paket an Obama nicht zugestellt wurde. Vermutlich wird es eine sehr kurze Antwort geben – Zustellungen ins Ausland waren zu dem Zeitpunkt nicht möglich 🙂 🙂 🙂

In dem Sinne, bis der Postmann wieder nicht klingelt.

GLS-1

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3 responses to this post.

  1. So durch einen aktuellen Fall ist mir aufgefallen, dass ich hier noch gar nicht vermerkt habe wie es geendet ist. Also wie im echten Film es gab ein Happy End. Ich beschwerte mich bei der Hotline von GLS telefonisch und man versicherte mir das Paket erneut zustellen zu lassen.
    Etwa ein oder zwei Tage später erhielt ich (per eMail oder SMS) eine Information das mein Paket sich auf den Rückweg zum Verkäufer befindet. Zu der Zeit war ich auf Arbeit.
    Einige Stunden später in der Pause rief ich meine Frau an und teilte ihr mit, dass der Teppich erstmal nicht kommt er geht gerade zurück. Woraufhin Sie mir mitteilte, dass früh ein ganz junger Fahrer total aufgeregt den Teppich gebracht hat.
    Naja von daher war ich dann doch ein bischen angetan von der Firma GLS und dachte denen liegt wirklich was am Kunden. Die Info das mein Paket auf dem Rückweg sei erkläre ich mir wie folgt. Der Bote bekommt das Paket scheinbar nicht wieder aus so einem Shop raus – jedenfalls nicht ohne eingebbaren Grund und der einzig valide war wohl Rücktransport 🙂
    Damit hat er das Paket scheint mir herausgeholt und direkt zu uns gefahren. Falls er das von sich aus gemacht hat – dann Respekt für so viel Einsatzbereitschaft.

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