Einkauf – Esspresso Maschine

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Motivation

Anläßlich des diesjährigen Weihnachtsfestes und den damit verbundenen Weihnachtseinkäufen stand ich vor der Herausforderung eine Esspresso Maschine zu kaufen. Nun trinke ich zwar Kaffee, allerdings erwarte ich dabei nur ein heißes, braunes Getränk, nicht zu bitter und möglichst nicht so stark, mit viel Milch und ohne Zucker. Diese Anforderungen zu erfüllen schafften bisher fast alle Verkaufstellen, außer jene die sich auf den Verkauf von Kaffee spezialisiert haben. Der richtige, gute Kaffee ist mir einfach zu bitter und zu stark und schmeckt mir nicht. Esspresso mag ich gleich gar nicht. Um objektiv bewerten zu können worauf es denn bei einer Esspresso Maschine ankommt habe ich ein paar Stunden im Internet recherchiert. Das Ergebnis dieser Umschau sind Kriterien die ich in diesem Artikel vorstellen werde.

Die Grundsatzfrage

Am Anfang scheint es wichtig zu sein, herauszufinden welche Art von Kaffeetrinker beglückt werden soll. Hier sollten auf jeden Fall die folgenden Typen unterschieden werden (laut Internet):

  • Latte und Cappucino Trinker. Dabei kommt es mehr auf die aufgeschäumte Milch und deren Geschmack an – der Kaffee ist nur Beigeschmack.
  • Esspresso Trinker. Hier kommt es auf jeden Fall auf den Kaffeegeschmack und evtl. auch noch auf ein paar Rituale an.
  • Routine Trinker. Sie wollen einfach nur schnell ihren Kaffee. Ein Knopfdruck und kurz noch zum Kopierer und auf den Rückweg den Kaffee mitnehmen.
  • Geniesser. Sie nehmen eine umständliche Bedienung der Maschine und einen entsprechenden Zeitaufwand gern in Kauf, wenn der Kaffee anschließend Ihren Vorstellungen entspricht.

Generell scheinen die Maschinen in Vollautomaten, Siebträger und Pad-Geräte unterteilt zu werden. Pad Geräte wurden durchgehend als die Schlimmsten bewertet und bleiben daher aussen vor. Wer frisch gemahlenen Kaffee vernünftig aufbrühen möchte, braucht laut Internet einen höheren Druck als 3,3 bar. Die Vollautomaten schaffen es nur selten diesen hohen Druck bereitzustellen. Für Geniesser eignen sich daher eher die Siebträger Maschinen. Hier benötigt man aber Zeit für die Zubereitung. Wer nicht ganz so hohe Ansprüche an den Geschmack stellt, kann sich für einen Vollautomaten entscheiden. Unter diesen soll es Exemplare geben die geschmacklich den Siebträgern das Wasser reichen können.

Mit Latte und Cappucino Trinker habe ich mich nicht weiter beschäftigt. Aber ich denke es sollte auf leichte Reinigungsmöglichkeit der Aufschäumeinrichtungen geachtet werden. Laut Presse bilden sich dort sehr schnell gefährliche Keime. Also alles möglichst abbaubar und Spülmaschinenfest kaufen.

Mit Mahlwerk oder ohne

Bei einigen Maschinen besteht die Möglichkeit den Kaffee in Bohnenform einzubringen. Er wird dann vor der Zubereitung direkt gemahlen und gebrüht. Wer sich hier für einen Vollautomaten entscheidet sollte damit rechnen, dass es letztlich egal ist welchen Kaffee er verwendet. Die entscheidenden geschmacklichen Unterschiede gehen durch den geringen Druck wohl verloren. Dennoch schmeckt frisch gemahlener Kaffee wohl deutlich besser als herkömlicher.

Körnung

Auch die Korngröße des gemahlenen Kaffee’s scheint über den Geschmack zu entscheiden. Einige Machinen (in der Regel die mit Mahlwerk) lassen eine Veränderung der Körngröße zu.

Mit Wasseranschluss oder ohne

Ich denke dieses Kriterium unterscheidet zwischen Büro- und Heimbereich. Persönlich habe ich keine Exemplare gesichtet welche über einen Wasseranschluss verfügten aber ich denke schon, dass es welche gibt. Für mich war allerdings die Größe des Wassertanks wichtig. Letztlich muss man sich entscheiden. Ein großer Tank muss nicht so oft nachgefüllt werden. Wird aber nur wenig getrunken, dann steht das Wasser in einem großen Tank auch länger. Also hierfür muss man in etwa wissen in welchen Zeitabständen Kaffee gebrüht werden soll und wieviel Tassen zu diesen Stosszeiten dann etwa entnommen werden sollen.

Anzahl der Ausgüsse

Ein weiteres Kriterium, wenn Kaffee gebrüht wird dann nur eine Tasse oder gleich zwei? Die meisten Maschinen die ich gefunden habe boten sowohl das zeitgleiche Brühen zweier Tassen wie auch einer einzelnen Tasse an. Wer nur allein trinkt, kann auf die zweite Tülle verzichten.

Grosse oder kleine Tasse

Viele Geräte bieten die Möglichkeit unterschiedliche Tassengrößen zu brühen. Bei Siebträgern werden dazu extra 2 verschiedene Träger mit geliefert. Verständlich, denn wenn der Geschmack von der Menge extahierten Kaffee’s im Wasser abhängt, dann verwässert er mit steigender Wassermenge bei gleicher Menge eingesetzten Kaffe’s.

Dosierung des Kaffee’s

Eigentlich hatte ich erwartet, irgendetwas wie eine Stellschraube für die Kaffeemenge zu finden. Dem war aber nicht so. Ich habe nicht einen Hinweis auf die Dosiermöglichkeit des Kaffee’s in den Datenblättern gesehen. Gut beim Siebträger wird man einfach den Behälter voll oder nicht so voll machen. Aber beim Vollautomaten? Wie das gehen soll ist mir nicht klar.

Zusätzliche Kriterien

Neben den oben erwähnten Hauptkriterien habe ich noch ein paar andere, recht triviale gefunden:

  • Farbe: Hier geht man im Internet von schwarz, silber und rot aus. Ich denke aber auch andere Farben werden erhältlich sein.
  • Werkstoff: Plaste oder Metall? Was man hier wählt hängt wohl eher vom Geschmack ab. Einzig der Punkt Spülmaschinenfest könnte hier zum Ausschluss führen und sollte daher beachtet werden.
  • Zubehör: Gerade bei den Siebträgern kann es sein, dass weiteres Zubehör, beispielsweise zum Tampern (verdichten des Kaffee’s), benötigt wird.

Zusammenfassung

Leider kann ich noch keine praktischen Erfahrungen zum Thema beisteuern. Das werde ich aber gewiss nächstes Jahr nachholen. Wenn von Ihnen aber jemand noch ein paar Hinweise und Tipps anbringen möchte – dann bitte einfach den Artikel kommentieren. Ich freue mich über jede Anregung oder jede Kritik. Falls mir bei der Recherche ein Fehler unterlaufen ist, bitte ebenfalls kommentieren – wird dann umgehend korrigiert.

Viel Spass bei Kaufen

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3 responses to this post.

  1. Hallo allerseits, inzwischen kann ich Erfahrungen beisteuern und zwar zum Produkt Beem D2000.615 (http://amzn.to/s089Td).
    Das Gerät macht einen guten Eindruck und nach dem Auspacken lässt sich gleich unkompliziert loslegen. Alles was benötigt wird ist in der Packung enthalten. Zusätzlich dazu habe ich noch gemahlenen Kaffee aus der Tschibo Ecke gekauft. Es ist eine Siebträgermaschine mit 2 Siebeinsätzen (große und kleine Tasse) die wahlweise in einen Siebträger mit 2 Ausflüssen gesteckt werden können. Die Ausflüsse sind so eng nebeneinander, dass es auch möglich ist nur eine Tasse damit zu füllen. Der Wassertank ist schön groß, lässt sich aber schwer abnehmen und nur nach oben (wo sich in der Regel die Hängeschränke befinden). Die Entsorgung gefällt mir nicht so. Das Sieb schwimmt immer voller Wasser welches ich dann vorsichtig bis zum Waschbecken schaffen muss um dort zu dekantieren. Anschließend ist meist nicht mehr genug Satz für den Mülleimer enthalten. Die Warmhaltefläche auf der Maschine ist recht praktisch um die gesäuberten Teile zu trocknen. Entlüften kann die Maschine scheinbar selbständig, dabei füllt sich jedoch die Tropfschale – ein Umstand auf den die Bedienungsanleitung nicht hinweist. Dort steht man soll die Schale nach jedem Brühen leeren aber nicht warum – jetzt weiß ich es – sie füllt sich auch ohne Matzerei 🙂
    Als unbedingtes Zubehör (wenn man nicht auf Tschibo Esspresso Kaffee umsteigen will) würde ich eine Kaffeemühle empfehlen. Die werde ich auch noch nachkaufen. Da das Ganze viel Platz braucht ist es besser sich beides nur anzuschaffen, wenn die alte Kaffeemaschine entsorgt/ersetzt werden soll. Zu Gunsten der Arbeitsfläche werde ich mich zukünftig also an Esspresso statt Kaffee gewöhnen werden. Allerdings muss ich zugeben, dass dieser tatsächlich trinkbar ist. Also wirklich nicht bitter und sogar ohne Milch ist irgendwelcher Schaum drauf – die Auskenner nennen das wohl Crema. Na egal, jedenfalls ist meine Frau glücklich mit der Maschine und ich hab mich schon an den neuen Kaffee gewöhnt – also alles gut 🙂

    Antwort

  2. Posted by Andreas Lenz on 27. Dezember 2011 at 18:25

    Falls Du Dich für eine Pad-Maschine (mit dem Senseo-System) entscheidest, kann ich Dir wärmstens die Marke PETRA ans Herz legen. Meine Mitbewohnerin PETRA leistet mir seit Jahren gute Dienste, macht leckeren Kaffee (nicht zu stark, nicht zu schwach, bisschen Schaum oben drauf), und hat das mMn beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Pad rein, Wasser rein, fertig. Entkalkung recht einfach über separates Programm.

    …und nein, ich bekomme keine Provision oder ähnliches.

    (Anmerkung der Redaktion: Hab mir erlaubt Deine beiden Kommentare hier zusammengefasst darzustellen)

    Antwort

  3. Die PETRA scheint auf Arbeit auch einige Verbreitung erlangt zu haben. Jedenfalls schwärmen meine Teamkollegen neuerdings davon. Allerdings hatte ich die Pad Maschinen ausgeschlossen, weil da immer von abgeraten wurde. Meine erste Erfahrung mit Pad Maschinen (auf Arbeit gab es da mal welche – keine Petra’s) steckte mir auch noch ein bischen im Hals. Der Kaffee war immer recht bitter – was ich ja nicht mag.

    Antwort

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