Viele Wege führen zum Kind

Wer sich mit dem Thema Kinderwunsch in seinem Leben nicht weiter beschäftigen musste, den wird dieser Artikel vermutlich nicht sonderlich interessieren. Mich jedenfalls beschäftigt dieses Thema seit einigen Jahren und so richtig finde ich keine Lösung für mich persönlich.

Zunächst habe ich mal festgestellt, dass es die Stino’s gibt, bei denen ER und SIE sich früher oder später treffen, eine Partnerschaft eingehen und ein Kind bekommen. Ab dem Zeitpunkt sorgen beide für das Kind und erfreuen sich an dessen Heranwachsen, Lernen und weiteren Entwicklung.

Für den Fall, dass sich beide irgendwann trennen entsteht die nächste Sorte Menschen – die Alleinerziehenden. Waren es früher in der Regel die Mütter, denen das Sorgerecht zugestanden wurde, so stehen heute die Chancen für die Väter auch nicht mehr so schlecht. Allerdings müssen die Männer sich weiterhin mehr ins Zeug legen als die Mütter um den Zuschlag zu bekommen.

Letztlich war es nur eine Frage der Zeit bis es auch Menschen gab die von vorn herein alleinerziehend sein wollten. In der Regel handelt es sich hier um Frauen, die sich nichts sehnlicher wünschen als ein Kind nach Ihren Vorstellungen groß zu ziehen und dabei einen Mann nur als störend empfinden. Frauen verfügen dabei über den großen Vorteil, eine Schwangerschaft selbst austragen zu können.  Möchte also eine Frau ein Kind allein aufziehen, benötigt sie zunächst einen Erzeuger. Dieser lässt sich (abhängig von der Attraktivität der Frau) recht leicht anwerben und auch die Zeugung sollte recht einfach zu erreichen sein. Falls nicht, können Frauen völlig unkompliziert über „Wunschkind“ Institute, Firmen oder Vermittlungen per Spendersamen befruchtet werden oder ein Kind adoptieren. Von anhänglichen Erzeugern kann sich eine Frau gewöhnlich sehr leicht trennen. Eine mögliche Vaterschaft kann die Frau unkompliziert verheimlichen, da sie ohnehin vom Erzeuger nicht gleich bemerkt werden kann.  Alleinerziehende Frauen sind heute eine allgemein anerkannte Tatsache in der Gesellschaft. Niemand würde auf die Idee kommen eine Frau ohne Mann nach der Geburt ihres Kindes bergeweise Nachweise erbringen zu lassen, um auszuschliessen, dass Sie Ihr Kind sexuell missbraucht. Auch die Adoption eines Kindes sollte für eine Frau vergleichsweise leicht sein. Mit Sicherheit wird das Amt Auflagen erteilen, evtl. muss zunächst auch ein Mann vorhanden sein um dem Kind sowohl eine Mutter wie auch einen Vater zur Seite stellen zu können. Dennoch wird jeder den Wunsch der Frau ein Kind groß zu ziehen nachvollziehen können.

Von der Gesellschaft nicht so respektiert jedoch ähnlich gute Chancen haben lesbische Frauen ein Kind groß zu ziehen. Entweder Sie gehen wie eben beschrieben zunächst den Weg der alleinerziehenden Frau und ziehen dann mit Ihrer Partnerin zusammen oder aber sie versuchen es gleich als Paar. In letzterem Fall stehen wieder Adoption und Spendersamen zur Auswahl. Immer mehr Lesben entscheiden sich hierbei für Samenspenden von schwulen Männern. Dadurch entstehen homosexuelle Familien mit Kindern die oft ein Leben lang in Verbindung bleiben und gemeinsame Unternehmungen durchführen.

Jetzt möchte ich zu der für mich sehr interessanten Frage kommen, was ist nun eigentlich wenn es keine Frau sondern ein Mann ist, der sein Kind allein und ohne Frau groß ziehen möchte? Wie viele Fälle dieser Art sind Ihnen bekannt? Mir ist keiner bekannt, zumindest keiner der dies von vorn herein so wollte.  Was nicht heisst, dass es das nicht gibt aber es scheint schwieriger zu sein. Ja es gibt alleinerziehende Väter. Einige haben sich von Ihrer Frau getrennt und dann nachgewiesen, dass die Frau nicht aussreichend für Ihr Kind sorgen kann. Dadurch wurde dem Mann das Sorgerecht zugestanden. In anderen Fällen ist die Frau tödlich verunglückt und statt der Erziehung im Heim wurde vom Staat als Alternative die Erziehung durch den leiblichen Vater gewählt.

Reduziert man den Wunsch auf ein eigenes Kind und lässt den Aspekt der Alleinerziehung durch den Mann weg, dann landet man wieder bei den lesbischen Paaren. Die Alternative, die „Wunschkind“ Institute sind meist nur auf die Anfragen lesbischer oder kinderloser Paare bzw. auf Single Frauen ausgerichtet. Anfragen von Männern wurden im Workflow einfach nicht bedacht. Im Gegenteil, die Unterscheidung im Markt wird über Spenderselektion („… wir bieten Spendersamen von Männern mit nordischen Aussehen …“) oder über familäre Ausrichtung wie die Möglichkeit von YES Spendern realisiert.

Eine weitere Möglichkeit zu einem Kind zu kommen wäre das Prinzip der Leihmutter, welches auch von kinderlosen Paaren recht gern genutzt wird. Leider ist dieser Weg in der Regel verboten oder einfach zu problematisch. Einige Leihmütter stellen nach der Geburt dann doch fest, dass sie eine viel größere Bindung zum Kind haben als erwartet. Plötzlich haben sie selbst einen Kinderwunsch und noch dazu ein frisch geborenes Kind. Das Kind als Vater dann zu bekommen ist fast unmöglich. Hinzu kommt meist auch noch eine Unterhaltsforderung. Dieser Weg birgt für den Mann sehr viel Risiko.

Auch wenn es in dem Artikel evtl. nicht so klingt es muss freilich viel mehr betrachtet werden als die wenigen hier erwähnten Dinge. Der Artikel sollte nur Wege zum Kind vorstellen und darauf aufmerksam machen, dass es sich hier um ein Gebiet handelt, bei welchem Männer offensichtlich schlechtere Chancen haben als Frauen. Betrachtungen, welche Entscheidung die Entwicklung des Kindes wie beeinflusst wurden hier nicht angestellt. Auch die ganzen Auswirkungen auf Familienangehörige, auf den Kindergarten und Schulbesuch des Kindes, auf die Beziehungen zwischen den Erzeugern sind im vorliegenden Artikel bewusst nicht betrachtet wurden. Es ist klar, das bestimmte Kombinationen dazu führen, dass das Kind mit Fragen konfrontiert wird vor die man es lieber beschützt hätte. Doch zu all den dazu relevanten Problemen lassen sich Lösungen finden. Dies sollte aber nicht Augenmerk des Artikels sein.

©Huluvu424242 17.04.2011

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