Happy Birthday Asgardia

Friede sei mit Euch

Aus gegebenen Anlaß möchte ich noch allen Asgardians zur Gründung der Weltraum Nation Asgardia gratulieren. Heute ist der 1. Asgard des Jahres 0001 und damit der Gründungstag Asgardias. 

Ja auf Grund des künstlich auferlegten Zeitdruckes lief nicht alles so wie es hätte sein können aber immerhin ist die Kritik der Bürger ernst genommen wurden und hat zu Veränderungen der Verfassung sogar noch vor der Gründung geführt. Da nun auch Petitionen möglich sind sollte einer friedlichen Zukunft nichts mehr im Wege stehen. 

Ich wünsche uns allen gute Ideen und ein weltweites, konstruktives Zusammenwirken. Auch wenn viele von uns die Verfassung noch nicht akzeptiert haben weil noch anhängende Kritikpunkte existieren, so bin ich doch voller Zuversicht das nun klar ist in welcher Richtung eine mögliche Lösung zu suchen ist. 

Nichts destotrotz ist die Organisation und das Zustandekommen des internationalen Austausches schon jetzt ein Meilenstein in der Geschichte. Denn ich wage zu bezweifeln, dass je zuvor so viele Menschen weltweit einfach sich zur Gründung eines Staates zusammengefunden haben (Schon allein weil dies nur per Internet möglich wurde).  

Für alle die sich informieren wollen gibt es hier die Links zu den Domainen:

CryptoCoin Wallets – the wind of change

Motivation

Habe ich noch vor kurzem über Wallets die absoluten Basics geschrieben und bin dabei nur davon ausgegangen, dass man seine BitCoins sicher verwahren möchte so hat sich das gerade geändert. Der BitCoin hat zugelegt und die Anzahl der täglichen Transaktionen liegt am Limit. Dann plötzlich Einigkeit, man will was tun und zwar jetzt. Es gibt einen 2 stufigen Kompromis, keiner ist damit zufrieden und es liegt die Gefahr im Raum, dass nach Stufe 1 die 2. einfach boykottiert wird. Dann besteht die Gefahr von Gegenaktionen und einer Hardfork. Bei der ganzen Krise zeigt sich die Konstanz des Ethereum welcher nun so stark gewurden ist und ein Flipping herauf beschwören kann.

Was hat das mit Wallets zu tun? Ok, im Wallet sollen die Coins sicher liegen. Bisher kein Problem es ging um BitCoins und da gab es nur eine Kette. Aber jetzt muss man sich schon die Frage stellen: „Welche Coins“. Sollen es BitCoins sein? Heißen die morgen schon BitCoin classic? Kann ich das Wallet dann noch nutzen? Soll ich lieber komplet in ETH tauschen?Wo kann ich die dann speichern? Wie kann ich überhaupt tauschen? Brauch ich einen Account bei einer Börse wie Kraken? Was ist eigentlich ShapeShift und wozu brauch ich das?  Ne Menge Fragen und die Antworten gibt es schon lange, sie wollen nur gefunden sein.

Ganz klar also der Fall – heute will keiner mehr das Risiko eingehen und nur eine Währung in seiner Wallet verwalten können.

Begriffe im Umfeld von Wallets

  • Full Node Saugt die gesamte Blockchain herunter und validiert diese. Benötigt somit viel Zeit bevor das Wallet genutzt werden kann. Aktuell wird eine Größe von über 1 GB geladen und ausgewertet was durchaus eine Woche laufenden Rechner bedeuten kann.
  • Light Mode Wallet Führ die Validierung der Blockchain durch bestimmte Baumknoten durch. Es wird ein Server gefragt ob er zu bestimmten Knoten Hashes liefern kann. Diese sind speziell gewählt, so dass eine anhängende Transaktion verifiziert werden kann.
  • Asset Wallet Ein Wallet welches verschiedene Coin Arten speichern kann.
  • BitCoin Wallet Im Gegensatz zum Asset Wallet, nur geeignet zur Speicherung von Guthaben in der Währung BTC.
  • Multi-Sig Wallet Unterstützung für Gemeinschaftskonten (z.B. für Firmen oder Vereine). Es kann festgelegt werden wieviele Kontoinhaber existieren und wieviele Unterschriften von der Gruppe für eine gültige Transaktion benötigt werden. 2 von 4 heißt mindestens 2 Leute von den 4 Kontoinhabern müssen gegenzeichnen für eine abgebende Buchung.
  • Seed Es gibt Wallets welche jederzeit und an verschiedenen Orten aus einer festgelegten Anzahl von Wörtern wieder erstellt werden können. Somit sind die Guthaben nie verloren, solange die Wörter (der Seed) bekannt sind. Der Seed sollte niemals irgendjemanden gezeigt werden. Nur der Eigentümer selbst sollte den Seed kennen und die App darf den Seed auch nicht an einen Server senden. Beispiele: Trezor, Jaxx, Electrum, Mycelium, …
  • One-time Backup Das Konto kann jederzeit aus einem Seed wieder hergestellt werden.
  • Transaktion Fee Transaktionsgebühr, fällt in der Regel beim Mining an.
  • Paper Wallet  Ein Stück Papier auf dem sowohl der Private Key als auch der öffentliche Key eines Kontos aufgedruckt wurde. Jeder wer diese Keys besitzt kann über den Betrag des Kontos verfügen. Wer Ausversehen in einem Erklärvideo sein Paperwallet auf youtube veröffentlicht, kann sicher sein dass es binnen Minuten leer sein wird.

Kriterien bei der Wahl des Wallets

  • Node Art Praktikabel sind nur Light Mode Wallets
  • Coin Art In Zeiten in denen nicht klar ist welche Währung das Rennen macht sollte man sich für ein Asset Wallet entscheiden um möglichst viele Coin Arten zu unterstützen und auf Marktänderungen schnell reagieren zu können.
  • ShapeShift Integration Wallets mit ShapeShift Integration sind sehr praktisch da hiermit der Umweg über die Börse wegfällt und das Wechseln eines Coin in einen Anderen zum Kinderspiel wird. Shapeshift benötigt keinen Account sondern einfach nur Quell- und Zieladresse und die Quell- und Ziel Coin Art um den Wechsel durchführen zu können. Shapeshift arbeitet mit fixen Transaktions Feeds.
  • MultiSig für Unternehmen und Gruppen unverzichtbar für Einzelpersonen nice to have. Evtl. gibt es aktuell aber keine Wallet welche MutiSig und Multi Coin (Asset) zugleich unterstützt.
  • Backup veraltete Variante der Sicherung von Wallets bei der eine komplette Datei mit Schlüsseln und Providerzusätzen an einen anderen Ort (z.B. Festplatte) kopiert wird. Sollte nicht mehr benötigt werden und durch One-time Backup ersetzt werden (Wallets mit Seed).
  • Transaktion Fee Das Wallet sollte einen sinnvollen Vorschlag für einen Fee anbieten, evtl. sogar eine 3 stufige Voreinstellung gering, normal, viel. Der Fee sollte aber stets vom User anpassbar sein, falls er mal eine dringende Transaktion sofort durchbringen muss.
  • Dynamischer Fee Das Wallet sollte das nachträgliche Erhöhen des Fees einer Transaktion ermöglichen. Dies ist sinnvoll wenn die Transaktion hängen bleibt weil kein Miner sie will (Miner arbeiten bevorzugt Transaktionen mit hohen Fees ab, da damit ein höherer Gewinn zu erzielen ist).
  • PIN Schutz  Der Schutz des Wallets mit einer PIN ist der minimalste Schutz vor unberechtigten Zugriff. Darauf sollte auf keinen Fall verzichtet werden.
  • Display Keys Das Wallet sollte es ermöglichen die privaten und öffentlichen Keys sowie den Seed anzuzeigen. Nur sinnvoll wenn das Wallet mit einer PIN geschützt werden kann.
  • Import Paper Wallet Um Paperwallets nutzen zu können benötigt man eine Import Möglichkeit. Hat man nicht vor Paper Wallets zu nutzen ist diese Walleteigenschaft belanglos (Jaxx bietet beispielsweise Support).
  • Hardware Wallet Falls man Hardware Wallets (Trezor, etc. ) nutzen möchte sollte die App auch den Zugriff auf diese unterstützen. Da Coins nur im Cold Wallet, Hardwarewallet oder Paperwallet wirklich sicher sind, sollte man diese Option bevorzugen (Mycelium und Electrum bieten beispielsweise Support für Trezor).
  • Betriebsystem  Das gewählte Wallet sollte möglichst viele Betriebssysteme unterstützen, üblich sind: Linux, Windows, Mac, IOS, Android.
  • Open Source Wenn bei einengender Wahl der Wallets noch mehr als eins am Schluß übrig blieb, sollte man sich für das Open Source Wallet entscheiden. Einfach um die Vorteile von Open Source genießen zu können. Jeder kann es später weiterentwickeln falls der Entwickler stirbt und der Code kann von jedermann überprüft werden.

Meine persönliche Auswahl

Nur zur Info für welche Kombi ich mich entschieden habe – teils auch weil ich die Wallets schon besaß.

  • Hardware Wallet für sichere, langfristige Speicherung meiner Guthaben in BitCoin ist Trezor. Demnächst will ich prüfen ob ich dort auch andere Coin Arten lagern kann. Mit aktuellen Trezors scheint es zu gehen aber meinen hab ich schon ein paar Jahre. Mal schauen ob er upgradefähig ist.
  • Mycelium (Handy) und Electrum (PC und Handy)  um auf Trezor zugreifen zu können.
  • Jaxx ab heute um diverse Coin Arten in einer Wallet speichern zu können und über die Shapeshift Integration schnell wechseln zu können.
  • Zukünftig will ich Exodus für mein Linux Laptop prüfen. Exodus soll besser sein als Jaxx aber nur für PC verfügbar – Jaxx ist dafür nur fürs Handy verfügbar. Also ich bin gespannt.
  • Wirex Debit Card – Prepaid Visa Plastic Card auf Euro. Aufladbar mit diversen Altcoins. Ausgebbar überalls wo Visa akzeptiert wird 🙂

(Eure Auswahl und evtl. Gründe warum ihr Euch so entschieden habt – gern in die Kommentare – nutzt eigentlich jemand duniter als Coin?)

Siehe auch:

BitCoins ausgeben mit der Wirex Debit Card

Motivation

Wer sich für BitCoins interessiert und auch mal probehalber welche auf z.B. bitcoin.de erworben hat, diese wie in BitCoins sicher speichern beschrieben verwahrt, fragt sich relativ schnell: „Wo kann ich damit einkaufen?“. Nach einer Weile finden sich dann schon Möglichkeiten wie Edeka Online aus Hamburg oder MS Points oder man schaut in meinem Post BitCoins in der Praxis nach. Doch so richtig praktisch ist das ganze nicht, da ich nicht einfach sagen kann: „Halt das ist doch woanders billiger da kaufe ich  doch lieber dort!“ Dort muss man dann aber wieder mit Fiat Währungen wie dem Euro bezahlen. Da wäre es doch gut wenn man eine Plastekarte hätte welche mit BitCoins aufzuladen geht und die sonst wie eine Prepaid Kreditkarte funktioniert und fast überall akzeptiert wird. Gibts!

Wirex Debit Card

Im Internet finden sich sehr viele Anbieter von BitCoin basierten Kreditkarten. Aus der Fülle gilt es auszuwählen und ich habe nicht sehr viel Zeit (also nur einen Tag) mit Recherche verbracht. Mir begegneten anonyme Visa und Mastercards welche von Zahlungsdienstleistern angeboten und beispielsweise mit einer Bank in Polen verbunden waren. Dort fand ich einen Passus – sorry aber wenn die Karte gesperrt ist bitte an die Bank wenden. Diese Art von Anbietern habe ich aussortiert. Vielleicht lohnt sich später mal ein erneuter Blick wenn ich etwas Erfahrung gesammelt habe. Von den vielen seriösen Anbietern habe ich mich für Wirex entschieden weil die Onlineseiten komplett in Deutsch gehalten waren. Das dürfte bei Problemen ein enormer Vorteil sein, weil ich davon ausgehe, dass der Support vermutlich auch deutsch spricht. 

Zunächst haben mich mal die Konditionen interessiert. Also kostenlos ist sie nicht – jeden Monat wird auf jeden Fall ein € fällig und Bargeldabhebungen am Automaten kosten Gebühren – egal fürs erste, ist ja nur zum Ausprobieren. Bei der Auswahl der Karte ist eine Kombination aus folgenden Entscheidungen zu treffen

  • Virtuell (Visa) oder Plastik (Mastercard)
  • Verifiziert (Paypal aufladbar und höhere Limits) oder Nicht Verifiziert (enge Limits)
  • Auszahlungswährung: €, $ oder £

Je nach Kombination gelten andere Regeln und Limits für die Karten. Dabei wichtig zu beachten, die virtuellen Karten sind praktisch nur im Internet einsetzbar – vermutlich erhält man nur Daten zu einer Kreditkarte – die nicht verifizierten haben knappe Limits und wirklich anonym sind sie alle nicht, da man sich am Portal registrieren muss und eine Anschrift für die Zustellung benötigt wird. 

Ich habe mich für die nicht verifizierte Version der Plastik Karte mit Auszahlungswährung Euro entschieden. Bei der Bestellung konnte ich den auf der Karte stehenden Namen frei wählen – davon habe ich Gebrauch gemacht und mir einen Phantasiename zugelegt. Unterschrieben habe ich auf der Rückseite mit meinem richtigen Namen und der Unterschrift wie sie auch auf meinem Personalausweis verzeichnet ist. Nun stimmt halt der Name auf der Karte nicht mit der Unterschrift überein. Ein kleiner Feldversuch wird zeigen wie sich das in der Praxis auswirkt.

Kleine Anmerkung noch warum ich das mit dem Namen gemacht habe. Ich finde es relativ doof wenn man an einer Kasse mit Karte bezahlt und hinterher der Verkäufer durch den halben Laden ruft „Einen schönen Tag noch Herr Schubert“. Persönliche Ansprache mag an anderer Stelle im Leben für Respekt stehen aber in der Öffentlichkeit steht diese Art eher für „Mir ist das Datenschutzgesetz Scheiß egal, ich sag trotzdem allen wie Sie heißen.“.

Noch eine kurze Anmerkung zur Karte. Pro Person dürfen maximal 6 Karten bestellt werden und zwar pro Kombination der Punkte oben exakt nur eine z.B. Plastic/Verifiziert/EUR = 1 Karte.

Einsatz in der Praxis

Als erstes habe ich bei Wirex einen Account erstellt. Obacht die ändern gerade ihr komplettes Corporate Design (vermutlich weil die Zieldomain vergeben war). Also immer schön lesen ob es sich um die richtige Firma handelt – sie haben mehrere Accounts e-coin.io und app.wirexapp.com etc. Die app.wirexapp.com scheint die neue Zieldomain zu sein – zumindest leiten die Anderen inzwischen dorthin.

Danach habe ich von meinem Trezor einige BitCoins auf die BitCoin Adresse meines Wirex Accounts überwiesen. Das ging recht zügig wie man das bei BitCoins halt gewöhnt ist. Ein paar Minuten später habe ich über den Account dann meine Debit Card gekauft. Nun vergingen ein paar Wochen und dann traf meine erste (selbst gewollte und nicht irgendwie von einer Bank hinterher geschmissene) und neue Kreditkarte bei mir ein 🙂 Das allein war ein erhebendes Gefühl weil darauf wirklich mein Phantasiename zu lesen ist. 

Jetzt habe ich im Internet nach Signaturgesetzt und Unterschrift etc. gesucht und recherchiert – ok etwas spät aber so war es 🙂 Denn mir war nicht klar wie ich unterschreiben soll: Mit meinem Namen oder mit dem Phantasienamen? Ich habe die Gesetze in Deutschland so interpretiert, dass ich immer wenn es um die Feststellung einer Identität geht mit dem Schriftzug vom Personalausweis unterschreiben muss um keine Urkundenfälschung zu begehen. Also hab ich das getan – mit meinem echten Namen unterschrieben. 

Versuch 1 – Laden der Karte 

Zunächst wollte ich die Karte mal aufladen. Das funktioniert über eine App im Handy oder auch über den Account der Webseite. In dem Moment in dem ich meine Karte mit BitCoins von meinem Wirex Account lade, werden die BitCoins zum aktuellen Wechselkurs verkauft und in die gewählte Fiat Währung (bei mir Euro) gewechselt. Also auf der Karte sind keine BitCoins mehr sonder nur noch Fiat Währung. Das kann sowohl Nachteil als auch Vorteil sein, weil man ja die Umwandlung von BitCoin zu Euro auch ganz bewußt abhängig vom Wechselkurs durchführen kann. Wenn man sich geschickt anstellt, nimmt man da noch einen kleinen Gewinn von wenigen Cents mit 🙂 

Das Laden der Karte habe ich zunächst vorsichtig mit einem Betrag von 11 € durchgeführt (10 € ist der Mindestbetrag zum Betanken der Karte). Danach nochmal mit 16 € und dann war auch schon das Limit erreicht – 2 mal am Tag ist aufladen erlaubt bei nicht verifizierten Karten, mehr geht nicht. Aber die 27 € reichen natürlich um mal zu testen ob der Geldautomat damit schon was anfangen kann. 

Die PIN der Karte

Um das aufgeladene Geld auch wieder verbrauchen zu können wird man wohl eine PIN eingeben oder eine Unterschrift leisten müssen. Daher habe ich mir die PIN per eMail zusenden lassen. Das finde ich ein echtes Manko der Karte. Erstens weil ich nicht wie ich das von anderen Karten (z.B. EC Karte) gewöhnt bin meine PIN selbst festlegen kann. Zweitens weil die PIN per eMail – also höchst unsicher – verschickt wird. Eine von mir bevorzugte Alternative wäre die Anzeige der PIN im Browser auf der Webseite nach erneuter Eingabe des Account Passwortes.  Nunja ist halt nicht so – sollte aber dringend so werden.

Versuch 2 – Auszahlung am ATM

Ein paar Häuser von meiner Wohnung entfernt befindet sich eine Commerzbank, da bin ich nach dem Aufladen der Karte gleich rein. Im Gepäck die Karte und die PIN und viel Hoffnung. Also Karte rein Auszahlung 20 €, PIN rein und läuft 🙂 Offensichtlich dauert es nicht lange bzw. gar keine Zeit bis die BitCoins auf der Karte als Euro wirklich verfügbar sind. 

Versuch 3 – Bezahlen an der Tanke

Es ist Feiertag und nix los an der Tanke also ideal um dort mal Bier zu holen (wir lernten bereit max. 4 Flaschen sind in Bayern erlaubt). Also hin zur Tanke und diesmal im Gepäck meine Debit Card, die PIN und meinen Personalausweis und Bargeld falls es Probleme gibt. Bier gekauft, Zahlung mit Karte, Karte rein, PIN rein – läuft 🙂 Der Name hat hier erstmal keinen interessiert 🙂

Versuch 4 – Zeitungsabo im Internet

Als nächstes habe ich ein Abo der DWN im Internet abgeschlossen. Nach der Eingabe aller Daten – also auch der Kartendaten – ploppte ein modaler Dialog hoch indem ich nochmals die Kartendaten eintragen sollte. Da es nach Cancel tatsächlich nicht weiterging hab ich diesen Dialog ausgefüllt und auf Weiter geklickt. Dann kam die 2. Seite vom Dialog auf der ich irgendwelche AGBs akzeptieren sollte und mich freuen sollte das dies alles kostenlos ist und ich sogar noch eine Sicherheitsnummer vergeben darf, die ich mir total wichtig merken soll und die ich vor allem gar nicht möchte. Das war dann der nächste Punkt an dem ich Cancel drückte. Der Dialog verschwand und oh Wunder, diesmal ging es weiter. Vermutlich irgendein „Sicherheitsfeature“ von MasterCard. Für mich zählt sowas aber zu Phishing und wird prinzipiell nicht bestätigt. Wie auch immer, es dauerte ein paar Tage und die Überweisung erschien in der App. Entweder erst so spät weil das Osterwochenende dazwischen lag und die erst abbuchen mussten oder aber halt weil die Abbuchung von der Zeitung einfach nicht sofort vorgenommen wird. Jedenfalls habe ich das Abo erfolgreich abschließen können. Alles was ich benötigte waren die Daten auf der Karte also Kartennummer, Halter, und Prüfziffern. 

Anschließend hab ich gemerkt, dass der BitCoin Kurs mal wieder schön hoch stand und hab gleich ein paar BitCoin  aus meinem Trezor auf den Wirex BTC Account überwiesen, dann auf die Debit Card transferiert und dabei zum guten Kurs in Euro getauscht 🙂 War ein schönes Gefühl 🙂

Versuch 4 – Einkauf im Norma

In meinem Wohnbezirk finden sich Einkaufsmöglichkeiten von Edeka, Netto, Norma und Marktkauf. Heute brauchte ich Katzenstreu aus dem Norma und das war eine gute Gelegenheit mal die Debit Karte zu erproben. Ging anstandslos wie mit einer EC Karte. PIN Aufforderung, PIN Eingabe und fertig. Die Display Ausschrift ist komischerweise immer in Englisch, liegt vermutlich daran, dass Wirex eine englische Firma ist. Bei der Tanke war auch schon alles in Englisch – ist ja gar nix für mich aber naja – muss man durch. 

Versuch 5 – ÖPNV Nürnberg 

Tickets lösen am VAG Automaten bisher kein Problem – PIN eingeben und erledigt. Die DB Automaten wollten die Karte allerdings nicht akzeptieren – sie bestanden auf EC Karte. Das finde ich besonders ironisch, da die Bahn im Zug keine EC Karte akzeptiert und ausdrücklich Kreditkarten verlangt – was ich gelinde gesagt als Frechheit empfinde, dass eine deutsche Firma mit 50% Staatsbeteiligung das EU eigene Bazahlsystem nicht akzeptiert und stattdessen auf US / Canadische Systeme setzt. Für die Bahn muss also jeder Bürger eine EC- sowie eine Kreditkarte besitzen wenn er sowohl am Bahnhof als auch im Zug bezahlen möchte. 

Versuch 6 – Gesundheitswesen

In Nürnberg in der Erler Klinik und in meiner nahegelegenen Apotheke konnte ich mit der Karte nicht zahlen, diese erfordern EC Kartenzahlung.

Versuch 7 – REWE to Go 

Am Nürnberger Hauptbahnhof gibt es einen REWE to Go, dort konnte ich anstandslos mit der Karte bezahlen – PIN eingeben und fertig.

 

 

Offline bloggen auf WordPress.com

Ok, also heute geht es mal nur um das Bloggen auf WordPress.com selbst und die damit verbundenen Leiden. 

Kurze Historie – wie habe ich bisher Weblog Artikel geschrieben? Zunächst natürlich mit dem Online Editor auf WordPress.com, den alten Editor welchen man noch über die wp-admin Seite erreichen kann. Der neue Editor wurde mir lange angeboten doch der enthält für mich zu viele Barrieren aber dazu später mehr.  Auf der Suche Werkzeugen mit denen ich meine Blogartikel entspannt am PC schreiben und dann hochladen kann ohne das diese vom Look & Feel des Blogs abweichen habe ich nach diversen Versuchen BlogDesk als Editor lieben gelernt. Doch dieser läuft nur auf Windows und so wäre es schön gewesen wenn er als Open Source zur Verfügung gestellt worden wäre. Dazu hat sich Entwickler Johannes Oppermann trotz diverser Bitten im Forum aber leider nicht hinreißen lassen. Irgendwann wurde dann der Support des Editors eingestellt. Aktuell kann man BlogDesk noch in der Version 2.8 downloaden aber eine Weiterentwicklung oder Anpassung an die aktuellen APIs bleibt wohl aus und so lassen sich eben nur Basisfeatures nutzen, was mit der Zeit zu unschönen Blogeinträgen führen kann. 

Also nun nach etlichen Jahren dann mal wieder nach WordPress.com Offline Authoring Tools gesucht und gefunden! Endlich WordPress.com selbst hat es offensichtlich endlich geschafft einen Editor für alle Plattformen (Windows, Linux, iOS, Android) zur Verfügung zu stellen. Der Nachteil: Es ist der neue Online Editor. 

Ok, er ist besser geworden. Mit der Offline Anwendung unter Linux habe ich es unverzüglich hinbekommen zwischen meinen Blogs zu wechseln ohne in den blöden Reader Modus herein zu geraten aus dem man Online nur über URL Manipulationen wieder rauskommt. Aber das Design ist trotzdem grausam. Ja ich habe jetzt Platz zum Schreiben denn der Mittelbereich ist erfrischend breit und im Vollbildmodus auch hoch genug. Doch frage ich mich warum ich links und rechts vom Text 5cm ungenutzten breiten Rand benötige? Nicht das die Seite dann zu Ende wäre, nein rechts folgt dann erst noch die Spalte mit den Einstellungen. Effiziente Platznutzung geht anders. Aber gut, einen Vorteil hat es der Lesefluß wird nicht durch Werbung, Optionseinstellungen oder anderen Interaktions- bzw. Informationselementen gestört. Man wird also beim Korrekturlesen nicht abgelenkt und gedanklich rausgerissen. Vermutlich ist das sogar gewollt – vielleicht ist es auch tatsächlich die beste Art das zu Erreichen – kann ich nicht beurteilen, da ich keine Möglichkeit besitze die Ränder auszuschalten. 

Was mich natürlich stört ist das schreiende Weiß – als ob ich in einen Autoscheinwerfer schauen. Wenn ich länger schreibe dann die ganze Zeit geblendet 😦 Ja ich will auch kein Schwarz aber irgendwie müsste es sich dimmen lassen. Ideal wäre Chamoise als Hintergrund mit dunkelblauer Schrift und die Randbereiche einstellbar in Grün- oder Graufarben. Wobei wir auch gleich beim Thema sind. Natürlich möchte ich für die Leser meines Weblogs ein möglichst angenehmes Leseerlebnis. Das fängt bei den Farben an und die sollen auf meinem Blog eben auch Chamoise als Hintergrund und dunkelblau als Schriftfarbe sein. Wie bitte kann ich das dem Editor erklären? Und ja ich möchte es nur einmal sagen und nicht für jeden Artikel wieder erneut! 

So dann noch eins. Was soll das mit den halbdurchscheinenden Menüs im oberen Bereich? Warum schimmert dort der Text den ich eben geschrieben habe durch? Damit ich die Menüs nicht mehr richtig erkennen kann oder um sicherzustellen, dass das Menü meinen Text nicht verändert hat? So ein Quatsch! Ich will keinen Text hinter der Menüleiste sehen – das stört! Zum Glück hat jedes Symbol einen Tooltipp der mit schwarzen Hintergrund erscheint und damit den durchscheinenden Text komplett absorbiert. Alle? Naja bis auf die Auswahlbox mit der Strukturauswahl, also wo ich festlege ob es ein Absatz, eine Überschrift oder sonstwas wird.

Ansonsten scheint das Ding aber besser zu sein als es anfangs schien. Die Übersicht zu den Tastenkürzeln ist gelungen und die Kürzel funktionieren sogar. Man fühlt sich gleich wieder heimisch, ein angenehmes intuitives Arbeiten wie früher unter MS Works. 

Aber warum zum Geier lässt sich die blöde Hintergrundfarbe nicht ändern. Es kann doch nicht sein, dass ich jetzt wirklich ins HTML Tab muss und da irgenwas als Hintergrund einstellen muss oder das ich einen alten Artikel kopieren muss nur um den für meinen Blog korrekten Hintergrund zu erhalten. 

Naja die Zukunft war früher auch besser.  In dem Sinne

Hulu

 

amnesty international

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Motivation

Beim Aufräumen ist mir ein Ausdruck aus dem Jahre 1991 in die Hände gefallen. Das Dokument ist mit Sicherheit nicht von mir verfasst worden. Wahrscheinlicher ist, dass ich es damals im Rahmen meiner Arbeit in der ai Gruppe Jena erhalten habe. Vielleicht stammt es von Ina, vielleicht auch von Roger welcher als Kontakt angegeben ist – ich weiß es nicht. Doch obgleich das Copyright nicht bei mir liegt, denke ich gibt es keinen Grund es nicht zu veröffentlichen. Letztlich, so war zumindest 1991 der Konsens, ist es wichtig Aufklärung zu betreiben und die Leute über ai zu informieren. Soweit ich mich erinnere war der Vortrag dazu gedacht an Schulen, Unis und weiteren Einrichtungen gehalten zu werden. 

Beim heutigen Lesen sollte allerdings beachtet werden, dass dieses Dokument aus dem Jahre 1991 ist und eben nicht unbedingt mehr den aktuellen Stand wiedergibt. Die konkrete Kontaktadresse aus dem Dokument habe ich auf Grund der aktuellen Datenschutzbestimmungen weggelassen. 

amnesty international

Ich möchte hier die Gefangenenhilfsorganisation amnesty international vorstellen. Zunächst werde ich etwas zur Gründung und zu den Aufgaben der Organisation sagen. Anschließend werde ich über die konkrete Arbeit einer amnesty Gruppe sprechen.

Am 28. Mai 1961 veröffentlichte der britische Rechtsanwalt „Peter Benenson“ in den bedeutendsten europäischen Zeitungen einen Aufruf zum engagiertem Eintreten für die Menschenrechte.

Mit diesem Aufruf begann die Geschichte amnesty internationals. Innerhalb einer Woche erhielt Benenson mehr als tausend Unterstützungsangebote, in denen die Bereitschaft kundgetan wurde, Informationen zu sammeln und zu veröffentlichen sowie an Regierungen heranzutreten. Es blieb nicht bei der damaligen Bürgerbewegung. Inzwischen gibt es 4200 ai-Gruppen in 70 Ländern mit über 1,2 Mill. Mitgliedern. Allein die deutsche Sektion betreute im März 1991 in den alten Bundesländern 584 Gruppen und 17 Gruppen in den neuen Bundesländern mit insgesamt 11578 Mitgliedern und 14255 Förderer. Die Arbeit amnesty internationals konzentriert sich auf:

  • die Abschaffung der Todesstrafe
  • die Freilassung von gewaltlosen politischen Gefangenen
  • und die Schaffung fairer Gerichtsverfahren.

Dabei beruft sich die Organisation auf die Artikel 3, 5 und 9 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Sie unterhält formelle Beziehungen zu den Vereinten Nationen, der UNESCO, dem Europarat, der Organisation für Afrikanische Einheit und der Organisation amerikanischer Staaten.

Amnesty ist eine unparteiische, politisch neutrale und demokratische Organisation. Ihr geht es einzig und allein um den Schutz der im jeweiligen Fall gefährdeten oder verletzten Menschenrechte, unabhängig von der ideologischen Ausrichtung der betreffenden Regierung oder der Überzeugung der Opfer. Sie ist weder eine Organisation, die sich mit der Reform des Strafrechts und Strafvollzugs auseinandersetzt, noch will sie den Bemühungen anderer Organe, die sich mit der Aufsicht über Haftanstalten spezifischer befassen, nacheifern. Im Zuge ihrer regulären Gefangenenarbeit sieht sie sich jedoch häufig zu der Forderung veranlasst, daß Gefangene unter angemessenen Bedingungen festgehalten werden, wie sie in den Mindestgrundsätzen der Vereinten Nationen für die Behandlung von Gefangenen ausgeführt sind. Die Tatsache, daß sich amnesty auf dem Gebiet der Menschenrechte auf ein bestimmtes Aufgabenfeld konzentriert, bedeutet nicht, daß die Rechte, mit denen sie sich nicht befaßt, weniger wichtig sind. Amnesty ist überzeugt von der Unteilbarkeit und der gegenseitigen Abhängigkeit aller Menschenrechte. Die Bewegung konzentriert sich auf ein von ihr abgestecktes Arbeitsgebiet, um so effektiv wie möglich zu sein und ihre begrenzten Mittel mit dem größtmöglichen Nutzen einzusetzen.

Wie arbeitet nun diese Organisation?

Die Hauptzentrale ist London. Dort befindet sich das internationale Sekretariat. Ihm sind die Sektionen der einzelnen Länder untergeordnet. Die Sektionen selbst bestehen aus verschiedenen ai-Gruppen. Die Gruppenarbeit ist sehr vielfältig. So gibt es jene die sich mit speziellen Gebieten oder Menschengruppen beschäftigen, wie zum Beispiel China, Brasilien oder Südafrika und andere die sich auf die Betreuung von Asylbewerbern spezialisiert haben. Das Hauptgebiet liegt jedoch in der Öffentlichkeitsarbeit.

Hier werden Unterschriften zu Petitionen gesammelt, Flugblätter verteilt, Informationsstände und -veranstaltungen durchgeführt sowie Filmabende, Podiumsdiskussionen und öffentliche Briefaktionen organisiert. In dem Zusammenhang sei an die zahlreichen Aktionen im Zusammenwirken mit der Friedensbewegung während des Golfkrieges erinnert. In dieser Zeit wurden in vielen Städten Mahnwachen errichtet, Protestbriefe an das Verteidigungsministerium geschrieben, Petitionen verfasst um den geplanten Einsatz deutscher Truppen zu verhindern und verschiedene Friedenscamps organisiert.

Ein weiteres großes Aktionsgebiet sind die URGENT Action. Hier werden von der Londoner Zentrale Flugblätter zu ganz speziellen Fällen herausgegeben. Auf diesen Blättern findet man dann genaue Informationen zur Person und den Aufruf sich mit Briefen oder Telegrammen für die Freilassung oder Begnadigung einzusetzen. Weiterhin sind vermerkt die anzuschreibenden Adressen, die Art der zu verwendenden Sprache sowie der letztmögliche Absendetermin. Gleichzeitig nimmt Amnesty diplomatische Beziehungen zu den entsprechenden Stellen auf. Die Erfolgsquote bei dieser Art der Hilfe liegt etwa bei 30% und ist damit sehr wirkungsvoll.

Die Arbeit in der Gruppe erfordert viel Initiative und Einfühlungsvermögen, aber auch Geld. So müssen Mieten für Büroräume, Materialkosten, Fahrtkosten und Verpflegung bei gemeinsamen Treffen wie auch der nicht unerhebliche Gruppenbeitrag an die Organisation von den Gruppen selbst getragen werden. Hier ist amnesty auf ihre Spender und Förderer angewiesen. In den alten Bundesländern ist dies eine recht gute Finanzquelle welche in den neuen Bundesländern kaum vorhanden ist. So müssen diese Gruppen ihre Finanzen durch Basare, Straßenaktionen, Spendenaufrufe und Materialverkäufe gewinnen.

Alle Spendengelder muß die betreffende Gruppe sofort an die deutsche Sektion in Bonn überweisen. Hiervon werden Anwälte, Medikamente, Schulgeld, Nahrungsmittel, Miete, Gefängnissbesuche, Decken und ähnliche Hilfsgüter bezahlt.

Sachspenden werden bei Materialverkäufen angeboten. Von ihrem Erlös muß eine Mehrwertsteuer an das Finanzamt abgeführt werden. Für alle Spenden wird eine Quittung ausgeschrieben. die der Spender beim Steuerausgleich geltend machen kann. Außerdem kann auch der Spendenempfänger eingetragen werden. Ist dies jedoch nicht der Fall wird die Spende bei den jeweils aktuellen Fällen eingesetzt. 

Zum Abschluß möchte ich noch die nächste Kontaktadresse amnesty internationals bekanntgeben:
Roger Dietze – Leipzig …

 

Immer der Ärger mit den Paketdiensten (GLS)

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Motivation

Jeder der meinen Blog liest, weiß das ich mit Paketdiensten schon seit einiger Zeit Probleme habe. Nachdem GLS den letzten Fall tatsächlich zu meiner Zufriedenheit gelöst hat ereilt mich ein neuer Fall. Ich würde sagen 6 setzen keine Besserung in Sicht. 

Der aktuelle Fall

Ja was soll ich groß sagen, es beginnt mit einer Amazon Bestellung und einer Lieferung per GLS (3TDANS). Die Lieferung wurde wieder nicht zugestellt, konkret hatte der Fahrer wieder nicht bei uns geklingelt obgleich wir anwesend waren. Das Paket wurde wieder in einer 6 km entfernten Filiale abgelegt. 

Da die Informationsmail von amazon zur Zustellung endete mit „Ihr GLS Team“ beschwerte ich mich irrtümlicherweise per Reply beim Verkäufer. Nachdem ich das Missverständnis aufklärte legte der Verkäufer Beschwerde bei GLS ein und verlangte die erneute Zustellung. Dies wurde mir von der GLS Hotline auch bestätigt als ich selbst noch meine Beschwerde dazu brachte. Allerdings sagte mir die Hotline diesmal, dass eine erneute Zustellung bereits von GLS abgelehnt wurden wäre und meine Chancen eher schlecht stehen. Parallel erstellte ich einen Eintrag auf Paketärger.de. Dort entschuldigte sich GLS für die erneuten Unanehmlichkeiten und teilten mir eine eMail Adresse mit unter der ich den Fall schildern solle. Nachdem ich eine entsprechende eMail an diese Adresse gesendet hatte wurde mir versichert, dass die Zustellung erneut durchgeführt werden würde aber den von mir vorgegebenen Termin könne man leider nicht berücksichtigen. Also mußte meine Frau eine weitere Woche Paketdienst schieben um GLS keine Kritikmöglichkeit zu geben. Ein solcher Dienst beinhaltet praktisch ein Ausgehverbot in der Zeit von 08:00 bis 15:00 Uhr. Es mag in dieser Zeit viel passiert sein, was aber nicht passiert ist war die Lieferung des erwarteten Paketes. Als die Woche rum war fragte ich wieder bei der Hotline nach und durfte erfahren, dass das Paket inzwischen wieder beim Verkäufer angelangt war.

Also wieder eine Kommunikation mit dem Verkäufer hergestellt welcher die Lieferung erneut beauftragte. Dann geschah ein Wunder – plötzlich eines Tages aus heiterem Himmel wurde bei uns geklingelt und das Paket geliefert. So konnte ich nach ca. 4 Wochen doch noch die Lieferung in Empfang nehmen. 

Halleluja – ich beglückwünsche GLS zu einer derartigen Glanzleistung. Es war ja nicht das erste Mal das eine GLS Lieferung bei uns in die Hose ging aber gut es gibt auch Schüler die das Klassenziel dauerhaft nicht erreichen. Vielleicht sollte GLS einmal darüber nachdenken auf welchem Gebiet ihre Kernkompetenz liegt und ob es sich wirklich in der Logistik wohlfühlt oder doch lieber im Bereich der Hotline und Beschwerde Services Dienste anbieten sollte. Letzteres können sie definitiv besser als Waren von A nach B termingerecht zu liefern. 

Zum Schluss noch eine kleine Anmerkung – zwischenzeitlich benötigte ich noch eine Lieferung. Dabei habe ich diesmal gleich nach der Bestellung bei amazon den Verkäufer kontaktiert (obgleich es noch keinen wirklichen amazon gültigen Grund dafür gab) und diesen gebeten bitte nicht per GLS zu liefern. Der Verkäufer wählte DHL und entgegen früherer Erfahrungen ging alles gut.

In dem Sinne, bis der Postmann wieder nicht klingelt.

GLS-2

ISO Material erhalten, ab jetzt GLS auf Blacklist gesetzt

Immer der Ärger mit den Paketdiensten

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Motivation

Ärger mit Paketdiensten habe ich seit ich vor ca. 4 Jahren mit meiner Familie in die neue Wohnung gezogen bin. Im Prinzip bin ich ja auch selbst Schuld, was zieh ich auch in eine Wohnung bei der die Nachbarin einen Namen besitzt der sich nur in 2 Buchstaben von meinem unterscheidet, die Nachbarin fast immer da ist aber leider schwerhörig und daher fast nie öffnet. Ok meine Frau ist nicht berufstätig und daher den ganzen Tag zu Hause insbesondere wenn ein Paket angekündigt wurde aber gut wir sind ja auch die mit dem Namen wie er auf dem Adressaufkleber der Pakete und Päckchen angegeben ist – für Zusteller also nicht immer primär der Empfänger 😉
Doch seit einiger Zeit gibt es das Portal paket-aerger.de zu erreichen unter http://www.verbraucherzentrale.de/paket-aerger und seit dem bin ich auch dort Stammkunde. Motivation genug für mich mal darüber zu berichten. Wer vorab mal einen Überblick bekommen möchte ob dort überhaupt Beschwerden eingehen der sollte mal diesen URL der Beschwerde Pinnwand (https://www.verbraucherzentrale.de/beschwerde-pinnwand-paket-aerger)aufrufen und sich alle Veröffentlichungen anschauen. Obacht es könnte ein längerer Urlaub dafür nötig werden 🙂

Der aktuelle Fall

Achja eigentlich langweilt es mich ja schon selber und ich kann mich gar nicht mehr wirklich aufregen so oft wie das schon passiert ist haben wir uns einfach dran gewöhnt. Heute kam die Deutsche Post vorbei, der Zusteller aus der Briefzustellerriege und hat ein Paket oder Päckchen für meinen Sohn unter der Nummer LB00872169 geliefert. Meine Frau hat lächelnd angenommen. Man kennt sich inzwischen der Briefzusteller ist immer nett und hat uns in der Vergangenheit auch aufgeklärt, dass dort in Herrenhütte wo die vielen DHL Autos stehen gar nicht die Paketverteilung beherbergt ist sondern die Briefzustellung. Gut mit der Briefzustellung hatte ich nie Probleme und daher bin ich beruhigt, dass ich die davor rauchenden Zusteller nach Abholung meiner Pakete aus der Filiale noch nie angepöpelt habe obgleich ich immer dachte dies wären die Paketzusteller. 
Egal, wichtig das Postpaket ist angekommen und wurde angenommen. Im Gegensatz dazu wurde das GLS Paket mit der Nummer 3JPNLG gar nicht erst versucht zu zustellen. Ok, ich kann mir denken woran es liegt. Diesmal war es bestimmt nicht unser Name sondern eher der Inhalt. Wir wohnen in der 3. Etage und haben bei Amazon einen Teppich bestellt. Vermutlich hatte der Zulieferer keine Lust diesen 3 Etagen nach oben zu tragen obgleich wir einen Fahrstuhl besitzen. Dafür soll ich ihn jetzt mangels Auto zu Fuß aus der nächsten Filiale holen. Vielen Dank dafür! Es wird nix bringen aber ich setze schon mal wieder das nächste Schreiben und die Geldforderung für die erneute Zustellung auf, denn ich werde mich nicht abschleppen mit dem Ding. Schließlich habe ich den Transport bezahlt und war zu Hause.

Doch wie gesagt wir haben darin schon Übung – ändern wird sich vermutlich trotzdem nix aber man muss es wenigstens versuchen sich zu wehren. Sonst heißt es noch, dass hat den Kunden doch gar nicht gestört. Also übliches Vorgehen: Als erstes ein Eintrag auf paket-aerger.de mit Veröffentlichung und dann eine Beschwerde an den Zustelldienst mit Aufforderung zur erneuten Lieferung und Information des Absenders über Amazon über den Sachverhalt. Dann abwarten bis das Paket aus der Filiale an den Absender zurückgeschickt wird. Den Absender um eine erneute Lieferung mit Rechnung für die entstehenden Kosten und eine Bankverbindung zum Begleichen bitten und warten bis es erneut zugestellt wird. Dann Rechnung begleichen und Rückforderung der Kosten an den Paketdienst als Mahnung senden. Klar mach ich das nur mit Dingen die nicht dringend sind, sonst wäre ich vermutlich auch schon pleite, aber wie gesagt man muß sich wehren sonst wird sich nix ändern. Die Hoffnung bleibt, wenn auch nur eine kleine.

Natürlich könnte ich alles viel leichter haben, zumindest mit leichten, einfachen Paketen. Diese könnte ich mir einfach in die nahegelegene Pakstation liefern lassen und abholen wann ich möchte. Dies habe ich auch lange Zeit getan. In seltenen Fällen wurde die Lieferung in die nächste Filiale umgeleitet weil die Pakstation voll war aber in der Regel hat es gut funktioniert.
Dann kam DHL leider auf die Idee eine neue Authentifizierung einzuführen. Die Pin für die Abholung wird ans Handy geschickt. Das dieses Verfahren prinzipiell total unsicher ist sollte klar sein – zumindest mir als Programmierer ist das klar. Auch gibt es Vorträge wie diesen über ähnliche Verfahren bei Banken und wie man diese austrickst.

Welche Möglichkeiten es allgemein gibt kann man hier nachlesen: https://www1.cs.fau.de/filepool/projects/apptan/Unsicherheit-AppTAN.pdf

Jedenfalls habe ich damals DHL darüber informiert, dass ich dieses Verfahren für deutlich unsicherer halte als das bis dato genutzte User/Password Verfahren und ich daher die Packstation zukünftig nicht mehr nutzen werde. Nun wie zu erwarten war, hinterlässt solch eine Information keine weitere Wirkung bei derartigen Unternehmen. Nunja seitdem ärgere ich mich mit den Zustelldiensten rum aber zumindest kann ich behaupten, dass noch kein Paket zu meinen Lasten verloren gegangen ist.

Also ja, es sind bereits Pakete verloren gegangen von unversicherten Amazon Lieferungen – also in Postdeutsch vermutlich dann Päckchen aber die Kosten für die erneute Lieferung hat bislang immer der Absender getragen obwohl der Zusteller die Schuld trägt. Da tuen mir die kleinen Firmen auf dem Amazon Marketplace wirklich leid. Von Amazon bekommen sie als Lieferkosten nur das untere Limit (also unversicherte Päckchen bezahlt) und wenn sie die Versicherung selbst zahlen würden, wäre die Gewinnmarge negativ.

Doch ich denke bald wird alles anders, denn paket-aerger.de ist eine Plattform der Verbrauchenzentralen. Wenn man dort auf der Pinnwand die Beiträge verfolgt bekommt man den Eindruck es könnte nur noch Stunden dauern bis das Volk geschlossen zu den Paketdienstleistern marschiert und diese wie 89 die Stasi Zentralen auseinander nimmt. Viel Glück dem, der an diesem Tag dort Dienst hat.

Und weil ich das ganze Thema inzwischen derart belustigend finde habe ich auch schon einen Favoriten auf paket-aerger.de gekürt und möchte diesen hier kurz vorstellen. Es handelt sich um diesen Artikel: https://www.verbraucherzentrale.de/SES69778988/beschwerde-pinnwand-paket-aerger?fall=iUDe0ayPMPpvrvte&LIMITSTART=70

Für die Zeiten in denen der Link vom Internet vergessen sein wird hier der Wortlaut:

Paket

Kein Zustellungsversuch – nur Zettel in den Briefkasten

Meine Frau war zuhause als das Paket kam. Das Fahrzeug hielt vor unserer Haustür an (es war ein PKW), eine Frau stieg aus mit einem Zettel in der Hand und warf diesen in den Briefkasten ohne zu Klingeln! Später stellten wir fest das es sich um die Zustellung des erwarteten Paketes handelte. Auf dem Zustellungschein stand, Zustellungsversuch 14:00 nicht möglich, es war aber schon 14:30 als der Zettel in den Briefkasten gesteckt wurde.

Ist Ihnen das auch passiert?

Stellungnahme des Paketdienstleisters

Die DPD iloxx eService GmbH schreibt:

Dass trotz Ihrer Anwesenheit die Zustellung vor Ort nicht erfolgreich war tut uns sehr leid. Damit wir den Fall nachvollziehen können, würden wir Sie bitten, dass Sie uns direkt über Facebook oder Twitter mit Angabe der Paketnummer kontaktieren. Wir werden den Sachverhalt dann gerne dem Depot vorlegen, damit dies geprüft wird.

Viele Grüße, Ihr DPD Team

Zwar ist schon der Vorgang der Lieferung interessant aber noch interessanter finde ich ja die Aussage den Dienstleister über Facebook oder twitter zu kontaktieren. Klar das sind ja total sichere Plattformen, warum also nicht! Wenn ich mich dort Obama nenne dann ist doch klar das das Paket an Obama nicht zugestellt wurde. Vermutlich wird es eine sehr kurze Antwort geben – Zustellungen ins Ausland waren zu dem Zeitpunkt nicht möglich 🙂 🙂 🙂

In dem Sinne, bis der Postmann wieder nicht klingelt.

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